Bergbau und Berkwerke im Erzgebirge - Persönlichkeiten und Orginale aus dem Erzgebirge - erzgebirgische Begriffe und ihre Bedeutung

Arzgebirg

Lage und Grösse

Das Erzgebirge (tschechisch: Krušné hory) ist Bestandteil des sächsischen Berglandes und Mittelgebirge das sich im Süden des Bundeslandes Sachsen befindet. Es bildet zusammen mit dem Vogtland und der Sächsischen Schweiz eine natürliche Grenze zwischen Deutschland (Sachsen) und Tschechien (Böhmen). Es erstreckt sich bei einer Länge von ca. 150 km und einer Breite von etwa 50 km über den Erzgebirgskreis, den südlichen Teil des Landkreises Mittelsachsen sowie auf den süd-westlichen Teil des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Etwa auf der Kammlinie verläuft bei durchschnittlich 700 m über Normal Null (ü. NN) die Grenze zwischen den beiden Länder Deutschland und Tschechien. Die höchsten Erhebungen sind der Keilberg (tschech. Klínovec) mit 1244 m ü. NN auf tschechischem und der Fichtelberg mit 1216 m ü. NN auf sächsischem Territorium. Auf tschechischer Seite erstreckt sich das Erzgebirge in den nördlichen Teilen der Landkreise Karlovy Vary und Üsti nad Labem.

Entstehung und geoloischer Aufbau

Das Erzgebirge ist ein Pult-(Bruch)-schollengebirge was aus einer Vielzahl von Hochflächen, markanten Basalt- und Granitfelsen und tiefen Täler besteht. Wie für diese Gebirgsart üblich, läuft es nach Norden sanft in das Mittelsächsische Hügelland bzw. Elbtal aus. Auf tschechischer Seite fällt es recht schnell und steil ins böhmische Becken und in den Egergraben ab. Erdgeschichtlich ist das Erzgebirge ein Variskischen Gebirge (Gebirgsbildung im mittleren Erdaltertum). Es entstand durch die Kollision von Gondwana (Urkontinent) und Laurussia (Russland) sowie einiger anderner kleiner Erdplatten, in einen langjährigen (mehrere 100 Milionen Jahre), dauerten Prozess.

Zunächst war das Gebiet des heutigen Erzgebirgs (wie auch vieler anderer europäischer Mittelgebirge) im Erdalterum (Kambrium, Silur, Devon) von Meer bedeckt. In Jahrmillionen lagerten sich auf dem Meersboden feine, tonhaltige Segmente mit bis zum 1000 Meter Mächtigkeit ab. Durch tektonische Bewegung kam es zur Faltung der Ablagerung mit einer sehr größen Druck- und Temeraturerhöhung. In Folge dessen wurden vorhandene Gestein (Feldspat, Quarz, Glimmer) in Gneis und kristalline Schiefer umgewandelt (metamorphes Gestein) und es bildten sich Magmablassen die zu großen Granitvorkommen führten.

Im weiteren Verlauf der Entstehung kam es in Folge tektonischer Bewegungen zum Rissen, Aufwölbungen und Spalten im Gneis bzw. der Schieferschichten. In diese entstanden Hohlräume drang in mehren Schüben flüssige Magma ein. Durch Abkühlung dieser entstanden wiederrum Minerale und Erze.

An einigen Stellen im Erzgebirge ist durch Verwitterung und Gesteinsabbau das vor Mio. von Jahren aufgestiegene Magma als imposande Felsformationen ans Tageslicht getretten. So unter anderen am Bärenstein, Pöhlberg (Butterfässer) und Scheibenberg (Orgelpfeifen). Es gibt aber noch die eine oder andere weitere Stelle in Erzgebirge.

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